von Osten nach Westen nach Osten

15. Juni 2009 von quovadis2009

Bei unserer Einreise von Syrien in die Türkei begrüßte uns die Flagge der Europäischen Union, gleichberechtigt neben der der Türkei. Als würde hier im hinterletzten Winkel des Landes schon einmal der Beitritt geübt. Für uns in jedem Fall ein Stück Heimat. Nach 1,5 Tagen Fahrt waren wir dann auch im Westen des Orients angekommen und bei diesem Anblick …

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war Damaskus plötzlich sehr weit weg. Nun bildete aber Kaunos auch zunächst den westlichsten Punkt, denn entlang der Südküste führte unsere Reiseroute wieder ständig nach Osten.

In der Antike galt die Region um Kaunos als ausgesprochen ungesund: die grüne Gesichtsfarbe der Einwohner schrieben zeitgenössische Besucher fälschlicherweise nicht der Malaria zu, sondern dem übermäßigen Konsum von Obst, insbesondere Feigen. Heute ist die Gegend von Dalyan ein beliebtes Urlaubsziel, aber immer noch sehr sumpfig.

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Lykien ist nicht nur berühmt für seine Felsfassadengräber (wie hier in Tlos), sondern auch für seine…

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…Sarkophage (ebenfalls Tlos) und für seine…

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….Pfeilergräber (diesmal in Xanthos).

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Angesichts der Touristen, die Myra besuchen bleibt so manchem nur die Spucke weg.

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Dabei bildet die Besichtung der berühmten Felsgräber und des Theaters für viele nur einen Nebenkriegsschauplatz. Die Kirche des Hl. Nikolaus zieht die meisten Besucher an, wobei diese ohne Russischkenntnisse kaum zu finden ist. Ein Grund sich auf die antiken Bauten der Stadt zu konzentrieren.

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Einsam, hoch in den Bergen liegt die lykische Stadt Arykanda, deren Besichtigung zwar anstrengend, aber sehr lohnend ist. Bei Stadtanlagen wie diesen wird auch deutlich, weshalb körperliche Fitness in der Antike zum Gesellschaftsideal erhoben wurde. Um in dieser Stadt täglich von A nach B zu kommen musste man wohl wie ein Athlet gebaut sein.

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Ein treuer und manchmal ein lästiger Reisegefährte: der eigene Schatten.

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Von Kreuzrittern und Osterhasen

8. Juni 2009 von quovadis2009

Von der Wüste in den Frühling. Zurück an die syrische Küste, die mit den Bergen, der grünen Küstenlandschaft und den weltoffenen Hafenstädten wie Lattakia und Tarsus große Vorfreude auf Europa machte. Die hier besuchten Orte reichten von dem bronzezeitlichen Ugarit über das griechisch-römische Apameia (hier die beeindruckend lange Säulenstraße) …

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… und den spätantiken „Toten Städten“ wie Sergilla oder…

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… Baude…

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…bis zu dem Burgen der Kreuzritter. Die Saladins Burg liegt in dramatischer Landschaft fast uneeinnehmbar hoch auf einem Bergrücken.

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In Sichtweite liegt die Burg von Safita, von der nur noch der Wohnturm mit dem großen Saal aus der dichten Altstadt heraussteht.

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Ostern in Safita.

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Die beeindruckendste Kreuzritterfestung: der Crak des Chevaliers.

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Iraqi border -15km

31. Mai 2009 von quovadis2009

Wir haben uns von dem Ausblick in St. Simeon losgerissen und sind weiter gefahren; sehr weit. Über Resafa – einst ein letzter Außenposten des römischen Reiches, später Wüstenresidenz der omayyadischen Herrscher – den Euphrat entlang bis an den Habour.

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Bekannt ist diese Region für seine Tells. Aus der Wüstenlandschaft ragen sie weit sichtbar heraus – wenn die Sicht nicht gerade durch Sandsturm stark beeinträchtigt wird.

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Trotz Sichtweiten unter 5 M kamen wir immer weiter nach Osten, bis in Mari die irakische Grenze in Sichtweite rückte.

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Auch aus Dura Europos würde ich gerne ein Bild zeigen, doch hat uns hier der Sandsturm richtig erwischt. Dank der Gastfreundschaft der französischen Grabung konnten wir vor deren Haus campen. Der Abend in der Wüste sah auch noch recht klar aus, der Blick aus dem Busfenster am nächsten Morgen dagegen ging in ein Nichts aus Sand. Selbst die Luft im Auto war voll mit feinem Staub. Am schlimmsten war es aber unseren beiden Kollegen im Zelt ergangen…

Bis nach Palmyra verfolgte uns das schlechte Wetter.

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Der große Beltempel am nächsten Morgen, aus dem braunen Himmel wurde immerhin ein grauer und dann sogar ein blauer.

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Die Oasenstadt von der Zitadelle aus gesehen.

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Nach diesem herrlichen Ausblick wollten wir uns noch einen Kafee auf der Terrasse des schicken Hotel Zenobia – mitten im Antikengelände gelegen – gönnen. Aber wie so häufig im Orient, nicht alles was auf der Karte steht gibt es auch tatsächlich. Doch mit dem Espressopulver aus dem Bus und der italienischen Maschine des Hotel ließ sich trotzdem ein hervorragender  Cappuccino herstellen.

Mit kleinere Stops an dem omayyadischen Wüstenschloss Qasr al Heir as Sharqi und …

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dem Tempel von Isriye ging es zurück nach Hama, wo wir uns mittlerweile fast heimisch fühlten.

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Syrien – Fruchtsaft und Ruinen

30. Mai 2009 von quovadis2009

Wer hätte gedacht, das sich Syrien – ein Land bei dem man in erster Linie an Diktatoren und Wüste denkt – als der Ort mit der höchten Fruchtsaftladendichte entpuppen sollte. An jeder Ecke bekommt man die herrlichsten, frisch gepressten Fruchtsäfte. Neben Ernährungsfragen war auch sonst alles unglaublich einfach. Angefangen bei der Grenze, die wir gefürchtet hatten. Die einzige Frage die uns die Zöllner stellten, war: „kulu baby?“ (haben Sie ein Baby dabei?). Für die weiteren Einreisefomalitäten war die Verneinung dieser Frage allerdings bedeutungslos.

Nach einem kurzen Stop in Damaskus sind wir gleich in den Norden weitergefahren. Bei grauem Regenwetter haben wir uns den Tempel von Dumayr und das spätbronzezeitliche Qatna angeschaut. Dabei haben wir unsere ganz eigenen Erfahrungen mit dem Baumaterial der Tellsiedlung gemacht: Unsere Schuhe wieder von den gigantischen Lehmklumpen zu befreien dauerte fast ebenso lange wie die Besichtigung selbst. In den Autos bildete der Lehm aus Qatna nur die unterste Schicht von vielen die noch folgen sollten.

Hama ist vor allem für seine Wasserräder bekannt, mit deren Hilfe das Wasser des Orontes schon seit der Antike für die Bewässerung genutzt wird.

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Von Hama aus fuhren wir vom Fruchtsaft gestärkt zu den abgelegenen Orten Ibn Wardan, Androna und dem bronzezeitllichen Ebla. Erstere sind wunderschöne Beispiele für byzantinische Architektur, die zeigen, dass es durchaus handwerklich qualitätvoll gearbeitete Gebäude aus dieser Zeit gibt, die zudem auch gänzlich ohne Spolien auskommen.

Wie alles in Syrien war bisher auch die Unterkunftfrage einfach gewesen. „Sie möchten vor meinem Hotel in Ihrem Auto schlafen? Kein Problem.“ Nur in Aleppo waren die Gassen einfach zu eng. So kamen wir alle in einem Hostel unter, während die Busse im Sheraton Quatier bezogen – die Prioriäten sind also deutlich.

Das Museum und die islamischen Denkmäler gehören zu den schönste, die wir in Syrien gesehen haben.

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Der späthethische Tell Ain Dara wird seit 3000 Jahren von riesigen Basaltlöwen bewacht. Freundlicher erwiesen sich die Bewacher der archäologischen Stätte: Regen, Schlamm und schechte Straßen hatten unsere Busse schon seit Tagen in zwei graubrauen Kisten mit kleinen Gucklöchern in der Frontscheibe verwandelt. Als wir – ebenfalls schlammverschmiert – vom Tell zurück kamen überraschten uns zwei blitzsaubere Autos in rot und weiß. Ein Service, den man gerne an allen archäologischen Stätten einführen könnte.

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Von seiner schönsten Seite zeigte sich der syrische Frühling in den „Toten Stätdten“, die in der Spätantike blühten, dann aber aufgegeben wurden und sich durch fehlende Nachbesiedlung hervorragend erhalten haben. Bei vielen Bauten fehlt lediglich das Dach.

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Der heilige Simeon verbachte 30 Jahre seines Lebens auf einer Säule, was bei den Gläubigen derartige Bewunderung auslöste, dass man um diese Säule eine riesige Klosteranlage, ein wahres Pilgerzentrum, bauen musste.

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Der Ausblick macht eine längere Verweildauer an diesem Ort nachvollziehbar. Aber 30 Jahre?

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Be happy you’re in Jordan

1. Mai 2009 von quovadis2009

Wie sehr man sich an die Gepflogenheiten eines Landes gewöhnen kann offenbarte sich uns bei der Einreise nach Jordanien. Wie schon die Einreise , war auch die Ausreise aus Ägypten nicht weniger bürokratisch-unübersichtlich und kostenintensiv. In Jordanien angekommen stand uns die Verwirrung über die relativ einfache Einreise wohl so deutlich ins Gesicht geschrieben, dass der Zöllner uns mit den Worten verabschiedete: „be happy, you’re in Jordan“. Und das waren wir dann auch.

Zunächst verbrachten wir zwei Nächte in Aqaba, wo die antiken Reste zwar nur mittelmäßig sind, der Fisch aber dafür hervorragend ist.

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Auf den Spuren von Lawrence von Arabien fuhren wir von Aqaba ins Wadi Rum zu den sieben Säulen der Weisheit. Das Foto lässt nicht vermuten was uns erwartete als wir am nächten Morgen aus dem Fenster schauten: Schnee.

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Kurzeitig war die Straße nach Amman sogar gesperrt. Nach ein paar Tagen in und um Amman, ging es dann wieder nach Süden zu den berühmten Stätten des Landes.

Die Kreuzfahrerfestung Kerak „aus der Zeit in der Männer noch Ritter sein durften“, um wieder einmal einen Reiseführer zu zitieren.

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Ein wirklicher Höhepunkt unserer Reise war Petra.

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So nah kommt man Indiana Jones sonst nie, auch wenn aus dem wilden Ritt durch den Sik nichts wurde. Alles an dieser Stätte ist photogen…

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selbst die Reittiere.

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Nur hier sind uns Grabmäler mit „Garten“ begegnet.

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Auf dem Rückweg nach Amman bsichtigten wir die letzten Außenposten den römischen Reiches am Limes Arabicus. Heute liegt Qasr-Bushir so einsam in der weiter Steppe, dass sogar die Polizisten, die uns unbedingt den Weg zeigen wollten schnell wieder aufgaben. Die VW-Busse zeigten dagegen wieder wie geländegängig sie sind.

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Die Zentren der prähistorischen Kulturen wirken zwar auch häufig ein wenig wie Außenposten. Man sollte ihnen aber nicht gleich unterstellen sie seien nur von „topographischem Interesse“ (so wieder einmal Reiseiteratur). Im Sonnenuntergang können sie aber tatsächlich besonders durch ihre Lage beeindrucken.

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Von den Rändern der Zivilisation ging es in den Norden Jordanien, wo uns in Gerasa der Frühling erwartete – zusammen mit dem typischen Aprilwetter.

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In Umm-Qais nahe dem See Genezareth dagegen herrliches Frühlingswetter.

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Der Bus rollt wieder

1. Mai 2009 von quovadis2009

Der Blick in die Abenddämmerung über den Nil. Unserer letzte Abend in Kairo. Am nächten Morgen ging es los bevor die Stadt erwachte.

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Damit der Bus auch ohne Schrammen wieder aus der Stadt hinaus kommt.

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Leider ohne Zwischenstop auf dem Sinai erreichten wir das Rote Meer, von wo aus wir die Fähre nach Aqaba nehmen wollte.

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Die Pyramide ein geometrischer Körper?

1. Mai 2009 von quovadis2009

Der Weg von den ersten Grablegen der Pharaonen in Abydos zu den berühmten Pyramiden in Giza war ein steiniger – obwohl es durchaus auch Pyramiden aus Lehmziegeln gibt.

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Die Idee begann mit einem Stapel Mastabas (Bankgräber) hier in Saqqara. Der Architekt Imhotep wurde für diesen Entwurf übrigens vergöttlicht, was ist dagegen schon der Pritzker-Preis.

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Um die richtige Form musste gerungen werden und nicht immer war das Ergebnis das gewünschte. Die Knickpyramide von Dashur ist herrliches Beispiel dafür, was auf der Baustelle alles schief gehen kann. Der Bauherr Snofru war offensichtlich nicht zufrieden, denn er ließ weitere Pyramiden bauen.

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Luxor = Luxus

1. Mai 2009 von quovadis2009

In Luxor genossen wir die Gastfreundschaft des Beit el-Almani, für uns Luxus pur. Geweckt wurden wir täglich von lautem Fauchen über dem Haus.

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Eine so hervorragende Außenstelle wie die deutsche Archäologen in Theben-West kann sich allerdings nicht jeder leisten:

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Neben der Archäologie ist Luxor Schauplatz für Helden und Tragödien: Die hypostyle Halle des Karnak Tempels kennt wohl jeder Bond-Fan.

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Das Tal der Könige, die Wirkungsstätte u.a. Howard Carters, dem Ausgräber der Grabkammer von Tutanchamun. Deren Besuch allerding zur größten Enttäuschung unserer Ägyptenreise wurde. Nach all den herrlich ausgeschmückten Grabkammern der anderen Pharaonen wohnt Tut nachdem seine berühmten Beigaben ins Kairener Museum gewandert sind doch eher bescheiden. Nur der Eintrittspreis ist tatsächlich beeindruckend.

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Der Hatschepsut Tempel: Das „Millionen-Jahr-Haus“ der beeindruckendsten Frau Ägyptens (nur Kleopatra ist berühmter).

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Und auch hier konnten wir wieder etwas Neues lernen: Man kann aus allem und jedem eine Sphinx machen.

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Kleine Tempelkunde

1. Mai 2009 von quovadis2009

Für Nichtägyptologen ist der Besuch eines Tempel häufig nur ein Staunen: riesige Dimesionen und bunte Bilder. Da sich die Bauten in ihrer Grundstruktur sehr gleichen, konnten wir uns doch einige Kenntnisse aneignen, die über das reine Staunen hinausgehen:

Der Pylon: der monumentale Eingangsbau bietet in der Regel eine hervorragende Projektionsfläche für die Selbstdarstellung des Herrschers: „Pharao erschlägt Feinde“ so die häufige Beschreibung in unserem Reiseführer. Aber welche? Hatte das altägyptische Reich doch so viele: Nubier, Hethiter, Libyer, Syrer. Und auch hier zeigt sich, dass Geschichte immer auch Ansichtssache ist, auf den Reliefs hat Ramses II. die Schlacht von Kadesch gewonnen.

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Durchschreitet man den Pylon, gelangt man in den ersten Hof.

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Auch hier bieten Wände und Säulen reichlich Platz für Text und Bild…

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Zwar haben wir die eine oder andere Namenskartusche der Pharaonen gelernt und auch die ägyptischen Götter sind für uns keine böhmischen Dörfer mehr, aber die Deutung der einzelnen Hieroglyphe blieb Interpretationssache. Diese hat uns dabei besondere Freude gemacht:

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Vom hellen Säulenhof aus betritt man das Halbdunkel der hypostylen Halle, deren Wände, Decke und Säulen wieder über und über mit Reliefs und Texten bedeckt sind. Die Raumwirkung des Säulenwaldes lässt sich leider nur unzureichen auf Fotos wiedergeben.

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Zuletzt gelangt man in das Allerheiligste.

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Und noch etwas kann man von den alten Ägyptern lernen: man kann wirklich alles und jeden mumifizieren.

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Die Bilder stammen aus den Tempeln von Kom Ombo, Edfu und Esna.

Highlight hopping am Nasr-See

30. April 2009 von quovadis2009

Für die Monumente die hinter dem Hochdamm des Nasr-Sees zu versinken drohten war kein Aufwand zu groß: Die Insel Philae wurde aus der Nachbarinsel nachgebildet…

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für Abu Simbel baute man einen künstlichen Betonberg. Der Tempel selbst wurde in handliche Stücke gesägt und wieder zusammengesetzt. Auch für die Besichtigung sollte man keine Mühe scheuen.  Der Bus fährt um 3.00 Uhr nachts, vor Ort werden einem zwei Stunden für den Besuch gewährt und wieder  3,5 Std. zurück. Gelohnt hat es sich aber trotzdem.

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