Bei unserer Einreise von Syrien in die Türkei begrüßte uns die Flagge der Europäischen Union, gleichberechtigt neben der der Türkei. Als würde hier im hinterletzten Winkel des Landes schon einmal der Beitritt geübt. Für uns in jedem Fall ein Stück Heimat. Nach 1,5 Tagen Fahrt waren wir dann auch im Westen des Orients angekommen und bei diesem Anblick …

war Damaskus plötzlich sehr weit weg. Nun bildete aber Kaunos auch zunächst den westlichsten Punkt, denn entlang der Südküste führte unsere Reiseroute wieder ständig nach Osten.
In der Antike galt die Region um Kaunos als ausgesprochen ungesund: die grüne Gesichtsfarbe der Einwohner schrieben zeitgenössische Besucher fälschlicherweise nicht der Malaria zu, sondern dem übermäßigen Konsum von Obst, insbesondere Feigen. Heute ist die Gegend von Dalyan ein beliebtes Urlaubsziel, aber immer noch sehr sumpfig.

Lykien ist nicht nur berühmt für seine Felsfassadengräber (wie hier in Tlos), sondern auch für seine…

…Sarkophage (ebenfalls Tlos) und für seine…

….Pfeilergräber (diesmal in Xanthos).

Angesichts der Touristen, die Myra besuchen bleibt so manchem nur die Spucke weg.

Dabei bildet die Besichtung der berühmten Felsgräber und des Theaters für viele nur einen Nebenkriegsschauplatz. Die Kirche des Hl. Nikolaus zieht die meisten Besucher an, wobei diese ohne Russischkenntnisse kaum zu finden ist. Ein Grund sich auf die antiken Bauten der Stadt zu konzentrieren.

Einsam, hoch in den Bergen liegt die lykische Stadt Arykanda, deren Besichtigung zwar anstrengend, aber sehr lohnend ist. Bei Stadtanlagen wie diesen wird auch deutlich, weshalb körperliche Fitness in der Antike zum Gesellschaftsideal erhoben wurde. Um in dieser Stadt täglich von A nach B zu kommen musste man wohl wie ein Athlet gebaut sein.

Ein treuer und manchmal ein lästiger Reisegefährte: der eigene Schatten.





















































